Penkkopfrunde aus dem Großarltal

Schnee ohne Ende, Sonnenschein und Föhnwetter machen unsere Skitour auf den Penkkopf zu einer Frühlingsrunde im Hochwinter.

Toureninfo
Region:Großarl, Salzburg, Radstädter Tauern
Start/Ziel:Au, Parkplatz Breitenebenweg
Niedrigster Punkt:1211 hm
Höchster Punkt:1992 hm
Gesamtanstieg:781 hm
Länge:7,72 km
Dauer:3 h 10 min
Einkehrmöglichkeit:keine
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Anfahrt

Von St. Johann im Pongau fahren wir ca. 11 km in das Großarltal und biegen kurz nach Au bei der Auschule links ab. Hier könnte man je nach Lust und Laune und bei ausreichend Schneelage bereits die Tourenski anschnallen und auf der Straße losmarschieren. Wir finden aber an einer Straßenwanderung nicht so viel gefallen und fahren daher die schmale, kurvige Bergstraße, an einigen Häusern und Höfen vorbei, hinauf bis zur Parkmöglichkeit beim Schranken. Dort parken wir unser Auto, werfen uns in die Schuhe, schnallend die Ski und Felle an und auf geht’s.
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Aufstieg

Hinter dem Schranken gehen wir nun erst ein Stück eine Forststraße entlang, verlassen diese aber in der ersten Kurve und gehen geradeaus einen Waldweg weiter.

Mündung von der Forststraße in den Waldweg

Der Waldweg führt uns in Serpentinen den Hang hinauf bis wir wieder für einen kurzen Abschnitt bis zum Gashof Breiteneben auf die Forststraße von unten stoßen.

Durch den Wald Richtung Gasthof Breiteneben

Schon ein Stück vor dem Gasthof biegen wir aber rechts ab und folgen einer bereits gespurten Schneise auf dem steilen Wieshang. Bei einer Almhütte geht es für uns dann rechts einen Weg entlang. Man sollte dabei den oberen der beiden sichtbaren Wegen nehmen, da man sonst (so wie wir heute) zunächst leicht bergauf, dann aber sehr steil den nächsten Hang in Serpentinen wieder hinauf muss, um auf den richtigen Weg zu gelangen, der oberhalb des Steilhangs verläuft. Der Schnee ist am Vormittag allerdings noch wunderbar firnig und so ziehen wir problemlos unsere eigene Spur den Hang hinauf.

Am Wieshang oberhalb des Gasthof Breiteneben
Weg oberhalb des Steilhangs

Auf disem Weg geht es weiter nach rechts an einem kleinen Teich vorbei in den Wald hinein. Hier strahlt uns die Sonne bereits kräftig an, sodass der schattige Wald eine angenehme Abkühlung bietet.
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0:40

Teich

Kurz nach dem Teich kommen wir zu einer Weggabelung, bei der wir uns rechts halten und der roten Markierung folgen. Wir bleiben nun ein gutes Stück der gesamten Tour im Wald – anfangs ziehen wir unsere Spur den Weg entlang, später kürzen wir die Serpentinen des Weges ab und folgen zum Teil bereits gespurten Wegen steil die Waldhänge bergauf.
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1:00

Gabelung im Wald – wir halten uns rechts
In Serpentinen geht es bergauf
Links in den lichteren Wald hinein

Nach und nach wir der Wald lichter und der Hang steiler. Tapfer überwinden wir die letzten Höhenmeter durch den tiefen Schnee. Die Sonne begleitet uns weiter, aber der Wind weht in den höheren Lagen nun kräftiger und es ist deutlich frischer. Bei dem Abschnitt durch den lichten Wald spürt man in den Beinen schon, dass es sportlicher bergauf geht. Zu diesem Zeitpunkt sehen wir auch schon die Vorfelsen des Penkkopfs vor uns und bald haben wir den Gratrücken erreicht.

Lichter Wald, steiler Hang

Ein traumhaftes Panorama mit Sicht auf den Hochkönig und bis zum Dachstein belohnt uns hier. Wir fangen den Moment mit einem Foto ein – wer weiß wie lange die Sicht bei dem kräftigen Wind so gut bleibt.

Hochkönigblick
Dachsteinblick

Nun heißt es noch – Summit Attack! Wir gehen am Grat rechts und folgen in einigen Serpentinen den Spuren auf den Gipfel des Penkkopfs. Der Wind hat den Schnee in großen Wechten zusammengetragen, sodass der letzte Aufschwung gegen den Wind ankämpfend eine kleine Herausforderung darstellt.
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0:50

Letzter Steilaufschwung vor dem Gipfelkruez

Am Gipfelplateau trotzen wir dem Wind und schießen noch ein Foto vor dem Gipfelkreuz. Wir packen noch rasch die Felle zusammen, stellen Schuhe und Bindung auf Abfahrt um und dann geht es schon wieder bergab.

Penkkopf Gipfelkreuz

Abfahrt

Hinunter geht es großteils über denselben Weg, den wir hinaufgekommen sind – nur etwas direkter. Das Abfahrtsvergnügen wird an diesem Tag ein bisschen durch den schweren Schnee gedämpft, der durch das warme Wetter sehr patzig geworden ist. Es geht bergab, erst über die lichten Steilhänge, dann durch den Wald. Wir werden ein wenig übermütig und fahren den Waldhang bei den Sperpentinen etwas zu weit ab, anstatt rechts dem Aufstiegsweg zu folgen. In einer Senke müssen wir uns daher rechts halten und einen kurzen unvorhergesehen Zwischenanstieg einlegen, um oberhalb des Falschegggrabens wieder kurz vor dem kleinen Teich auf den Waldweg zu stoßen.

Stimmung

Es folgt noch die Abfahrt über den Steilhang, vorbei an der Almhütte und dem Gasthof Breiteneben. Der schöne firnige Schnee vom Vormittag ist mittlerweile stark von der Sonne geküsst und fühlt sich wie eine frühlingshafte Pistenabfahrt in talnähe an. Nach dem Hang unterhalb des Gasthof Breiteneben geht es links den beschrifteten Abfahrtsweg die Waldhänge zurück bis zum Parkplatz bei dem Schranken, wo wir das Auto geparkt haben.
0:40

Abfahrtshang
Kurz vorm Schranken

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