Panoramahochgenuss am Wildfeld und Stadelstein

Mit einer Mischung aus sportlichen Almaufstiegen, offenen Gipfelblicken und weitläufiger Gipfelabfahrt ist bei dieser Skitour alles dabei, was der Genusstourengeher mag. Die Eisenerzer Ramsau vereint als Gebiet jede Menge Gipfel, die sich nach Zeit, Lust und Schneeumständen zu vielen bunten Touren verbinden lassen. Unsere Skitour über die Teichenegglam und das Nebelkreuz auf Wildfeld und Stadelstein aus der Eisenerzer Ramsau fällt dabei jedenfalls in die Kategorie: Panoramahochgenuss.

Toureninfo
Region:Ennstaler Alpen, Steiermark
Start/Ziel:Eisenerzer Ramsau, Parkplatz nach Gasthof Pichlerhof
Niedrigster Punkt:1010 hm
Höchster Punkt:2070 hm
Gesamtanstieg:~ 1100 hm
Dauer:~ 4 h 15 min
Länge:11,30 km
Schwierigkeit:gute Kondition und Orientierungsvermögen erforderlich, Trittsicherheit für den Anstieg auf den Stadelstein
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Anreise

Von Leoben folgt man der B115a bis nach Trofaiach. Dann weiter auf der B115 über Vordernberg und Präbichl nach Eisenerz. In Eisenerz auf die Schulstraße abbiegen und durch das Zentrum des Orts in Richtung Eisenerzer Ramsau. Der Raumsaustraße, die zum Schlingerweg wird, folgen bis zu den Parkplätzen kurz nach dem Gasthof Pichlerhof.

Kommt man von Westen aus dem Ennstal dann geht es in Liezen auf der B146 nach Admont und weiter nach Hieflau. In Hieflau biegt man rechts auf die Hauptstraße/B115 ab und bleibt auf dieser bis Eisenerz. In Eisenerz dann weiter wie oben beschrieben.

Aufstieg zur Teicheneggalm

Vom Parkplatz geht es direkt bei der großen Tourentafel los in den Lasitzengraben. Geradewegs führt der Weg auf den Berg zu. Recht gemächlich ziehen wir anfangs die Forststraße hinauf. Unser Weg führt im Wesentlichen immer entlang des Bachs, der links von uns ist. Auf den ersten Aufstiegsmetern kommen wir auch mit zwei Einheimischen ins Plaudern, die uns den Aufstieg über die Teicheneggalm und anschließender Querung unterhalb des Wildfeld zum Nebelkreuz empfehlen. Diese Variante aus unzähligen Möglichkeiten in diesem Gebiet, soll besonders lohnend sein. Wir lassen uns überzeugen und wollen ebenfalls über diese Route auf Wildfeld und Stadelstein aufsteigen. Mit unseren zwei neuen Bekannten treffen wir beim Aufstieg dann öfter mal zusammen und lassen uns von ihnen ein bisschen was über die Gegend erzählen.
47.51309, 14.84400

Tourenstart bei der großen Tafel
Zu Beginn immer den Bach entlang

Am Ende der Forststraße führt uns ein kleiner Weg über eine Brücke in den Wald. Bei dieser Abzweigung befinden sich Wegweiser Richtung Teicheneggalm und Kragelschinken. Nun folgt ein knackiger Aufstiegsteil. Erst geht es den Waldhang hinauf, dann aus dem Wald hinaus auf einem abgeholzten Hang in einigen Spitzkehren auf die Alm.

Blick zurück von der Waldabzweigung
Beginn des Märchenwalds
Gar nicht so leicht über diese Brücke…
Blick aufs Wildfeld
Notbecher für den Durst zwischendruch 🙂
In Spitzkehren den Waldhang hinauf

Auf der Alm empfängt uns ein richtiges Winterparadies mit funkelndem, frischem Pulverschnee und schneebedeckten Almhütten. Öfter bleiben wir auch stehen und genießen den Blick auf das Wildfeld vor uns und das, noch in Nebel gehüllte, Kaiserschild hinter uns.

Glitzernde Winterlandschaft, dahinter das Kaiserschild
Verschneite Almidylle

Von der Teicheneggalm zum Nebelkreuz

Auf der Teicheneggalm geht es für uns nach links. Wir folgen hier dem markierten Sommerwanderweg, der uns zum Nebelkreuz bringt. Würde man die Teicheneggalm weiter aufsteigen, würde man so den Rücken des Kragelschinken erreichen.
1:10
47.49204, 14.83227

Von der Teicheneggalm nach links Richtung Nebelkreuz

Der Weg Richtung Nebelkreuz ist bei unserem Aufstieg noch unberührt. So ziehen wir unsere frischen Spuren durch den Pulver. Die Querung kann als äußerst genussvolles Skiwandern beschrieben werden. Wichtig ist, dass man dabei nicht zu weit bergauf steigt. Im Wesentlichen bleibt man von der Teicheneggalm bis zum Nebelkreuz ungefähr auf gleicher Höhe. Vom Nebelkreuz sehen wir unsere heutigen Gipfelziele Wildfeld und Stadelstein.
0:30
47.49164, 14.84437

Uii frische Spuren…
Nebelkreuz im Blick
Gipfelziel: Stadelstein und Wildfeld (hier nicht ganz im Bild)

Gipfelmeter – Wildfeld und Stadelstein

In einem steilen Schlag steigen wir zum Sattel auf, der zwischen den beiden Gipfeln liegt. Der Blick ist frei und weit, der Aufstieg steil, aber sehr fein. Erst ganz oben kurz vor dem Sattel ist der Untergrund durch den starken Wind zum Teil sehr eisig. Den eisigen Stellen kann man aber gut ausweichen und kommt so auch ohne Harscheisen klar.
0:40
47.48422, 14.84977

Auf, auf zum Gipfel

Am Sattel angekommen, steigen wir dann zuerst auf das Gipfelplateau des Wildfeld. Wir verweilen nur kurz, fellen ab und fahren das Stück zurück in den Sattel.
0:10
47.48238, 14.84796

Der Abfahrtsschwung dauert ist nicht von langer Dauer. Im Sattel fellen wir auch schon wieder auf. Da hier oben auch die Temperaturen kälter sind und der Wind uns kräftiger um die Ohren pfeift, packen wir uns dicker ein bevor wir auf Höhenlinie weiter zu unserem zweiten Gipfelziel – dem Stadelstein – ziehen.

Angekommen am Wildfeld
Vom Wildfeld sehen wir auch schon auf das zweite Gipfelziel

Vor dem Gipfelaufbau des Stadelstein lassen wir unsere Ski zurück, denn die letzten Meter auf den Gipfel werden zu Fuß bestritten. Wir haben sogar Steigeisen und Pickel dabei. Die Ausrüstung ist für diesen Gipfel nicht notwendig, aber jedenfalls auch kein Nachteil.
0:30
Skidepot: 47.48918, 14.85511
Stadelstein Gipfel: 47.49014, 14.85679

Summit Attack „Stadelstein“

Am Stadelstein haben wir einen herrlichen Ausblick und ein echtes Gipfelerlebnis. Weiße Gesäuse und Eisenerzer Gipfel lachen uns an.

Fernblicke
Stadelstein Gipfel (2070 hm)

Abfahrtssause

Wir steigen die letzten Gipfelmeter wieder zu Fuß ab zum Skidepot. Dort versorgen wir unser Material, machen die Ski abfahrtsbereit und dann geht es auch schon los. Der erste Abfahrtsabschnitt bringt uns zurück zum Nebelkreuz. Dafür queren queren wir erst den Hang zurück in Richtung Wildfeld und fahren etwas westlicher von unserer Aufstiegsrinne hinunter. Im oberen Drittel ist der Schnee recht hart, im unteren Teil des Hangs wird es deutlich weicher und zu einem echten Skifahrervergnügen. Abfahrtsmöglichkeiten gibt es hier einige, da kann man gerne kreativ sein. Die Routenführung in den beigefügten GPX Daten ist daher nur ein Beispiel.

Hangquerung in der Abfahrt
Abfahrt mit Blick auf das Kaiserschild

Kurz vorm Nebelkreuz dürfen wir ein bisserl antauchen, danach sind die Aufstiegsmeter für heute endgültig geschafft. Die Sonne scheint und auch vom kalten Wind spürt man hier nichts mehr. Somit befinden wir das Nebelkreuz für ein gutes Jausenplatzerl vor der Talabfahrt.

Gemütlicher Platz rundums Nebelkreuz

Für die Talabfahrt geht es links vom Nebelkreuz schwungvoll weiter. Anfangs durchwegs steil ziehen wir unsere Schwünge durch den Wald. Tendenzielle halten wir uns im unteren Teil eher nach rechts bis wir unten beim Lasitzenbach wieder auf unseren Aufstiegsweg kommen. Von hier rutschen wir die letzten Meter auf schon recht patzigem Sonnenschnee zurück zum Parkplatz.
1:15
47.51309, 14.84400

Abfahrtshang links vom Nebelkreuz
Zwischendurch geht’s steil dahin
Da sind zwei sehr zufrieden und glücklich über den Tag

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